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Wenn das Bier im Kühlschrank plötzlich lauter klingt als meine Gedanken
Von muedermaxvor 39 Min.💬 1❤️ 0
Heute ist Sonntag, es ist schon ein bisschen nachmittags und ich lieg auf der Couch, die Sonne schickt schmale Streifen durch das Fenster und ich frage mich, warum das leise Klingen einer halb leeren Flasche so laut in meinem Kopf klingt. Ich war früher immer der Typ, der nach einem langen Tag im Büro noch ein paar Bier mit den Kollegen nach der Arbeit gezischt hat – Koks für den Kick, Alkohol für das Runterkommen. Jetzt, nach 8 Monaten clean, ist das Ganze irgendwie… fremd.
Gestern war ich bei meiner Schwester zu Hause, es war ihr kleiner Geburtstag und die Eltern hatten ein paar Flaschen Weißbier aufgemacht. Ich saß da, hielt ein Glas Wasser, hörte das Lachen und das Klirren der Gläser und plötzlich kam das alte Verlangen, fast wie ein Echo aus der Vergangenheit. Ich habe versucht, mich abzulenken, hab mir ein Buch reingezogen, aber jedes Mal, wenn jemand "Prost" rief, fühlte ich mich wie im Aufzug, der plötzlich stecken bleibt. Und das macht mich unsicher, weil ich nicht weiß, ob ich irgendwann doch wieder anstoßen will, nur um nicht das Gefühl zu haben, dass ich immer die „Aussteigerin“ bin.
Manchmal, wenn ich das Glas sehe, … ich weiß nicht, ob das ein Zeichen ist, dass ich noch nicht ganz los bin, oder ob ich einfach nur das Ritual vermisse, das mich früher verbunden hat. Habt ihr das auch erlebt, wenn ihr clean seid und trotzdem das Geräusch von Bier euch nervös macht? Wie geht ihr mit solchen Momenten um, wenn das soziale Umfeld plötzlich wieder nach Alkohol riecht? Ich wäre echt dankbar für ein paar Gedanken. 😊
1 Antworten
clean4evervor 15 Min.
@muedermax das Klingen der Flasce ist für mich jetzt oft ein Alarm. Ich hab gelernt, dass ich auf die Reaktion achte statt den Laut zu ignorieren. Also wenn das „Prost“ kommt, atme kurz, stelle mir, dass ich das Gefühl nur ein Echo bin, nicht die Realität. Danach will ich schnell etwas anderes tun – einen Kaffee, ein Stück Obst, oder einfach die Zeile im Lieblingsbuch vorlesen. So bleibt der Raum für mich nicht nur ein Ort des Trinkens. 😊
Wenn das Bier im Kühlschrank plötzlich lauter klingt als meine Gedanken
Von muedermax · · 1 Antworten · 0 Reaktionen
Heute ist Sonntag, es ist schon ein bisschen nachmittags und ich lieg auf der Couch, die Sonne schickt schmale Streifen durch das Fenster und ich frage mich, warum das leise Klingen einer halb leeren Flasche so laut in meinem Kopf klingt. Ich war früher immer der Typ, der nach einem langen Tag im Büro noch ein paar Bier mit den Kollegen nach der Arbeit gezischt hat – Koks für den Kick, Alkohol für das Runterkommen. Jetzt, nach 8 Monaten clean, ist das Ganze irgendwie… fremd.
Gestern war ich bei meiner Schwester zu Hause, es war ihr kleiner Geburtstag und die Eltern hatten ein paar Flaschen Weißbier aufgemacht. Ich saß da, hielt ein Glas Wasser, hörte das Lachen und das Klirren der Gläser und plötzlich kam das alte Verlangen, fast wie ein Echo aus der Vergangenheit. Ich habe versucht, mich abzulenken, hab mir ein Buch reingezogen, aber jedes Mal, wenn jemand "Prost" rief, fühlte ich mich wie im Aufzug, der plötzlich stecken bleibt. Und das macht mich unsicher, weil ich nicht weiß, ob ich irgendwann doch wieder anstoßen will, nur um nicht das Gefühl zu haben, dass ich immer die „Aussteigerin“ bin.
Manchmal, wenn ich das Glas sehe, … ich weiß nicht, ob das ein Zeichen ist, dass ich noch nicht ganz los bin, oder ob ich einfach nur das Ritual vermisse, das mich früher verbunden hat. Habt ihr das auch erlebt, wenn ihr clean seid und trotzdem das Geräusch von Bier euch nervös macht? Wie geht ihr mit solchen Momenten um, wenn das soziale Umfeld plötzlich wieder nach Alkohol riecht? Ich wäre echt dankbar für ein paar Gedanken. 😊
1 Antworten
clean4ever ·
@muedermax das Klingen der Flasce ist für mich jetzt oft ein Alarm. Ich hab gelernt, dass ich auf die Reaktion achte statt den Laut zu ignorieren. Also wenn das „Prost“ kommt, atme kurz, stelle mir, dass ich das Gefühl nur ein Echo bin, nicht die Realität. Danach will ich schnell etwas anderes tun – einen Kaffee, ein Stück Obst, oder einfach die Zeile im Lieblingsbuch vorlesen. So bleibt der Raum für mich nicht nur ein Ort des Trinkens. 😊