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Hat jemand Erfahrung damit, wenn die Enkel plötzlich „meine Tochter“ nennen

Also, gestern war ich auf dem Weg zur Bäckerei, als die kleine Lilli mit ihrem Teddy im Arm eher so randvoll fröhlich anklopfte und mir von „der großen Nana“ erzählte. Ich hab mich daran erinnert, wie mein Herz dabei fast ein bisschen ruhiger wurde, weil die nur meine Tochter oder meine Tochter+Vater waren – irrelevant, nur die große Familie. Heute aber… ich hab sie auf dem Sofa sitzen sehen, ihr Gesicht, das ich so oft in alten Fotos bewundert habe, jetzt mit Tränen, und ihr „Weiß nicht, was ich tun soll“-Stamm. Die Enkel sind bei ihrem Opa, das Gefühl, dass ihr ganzes Leben in der Hand der Tochter liegt, aber die Tochter ist selbst gefangen, macht mich übel. Wer hat im Alltag schon oft das Gefühl, dass die Kinder plötzlich die Eltern „erstatteten“ nennen? Ich hab mal darüber nachgedacht, ob ich ihnen mehr Verantwortung geben sollte, weil sie so klein sind, und das irgendwie… ja, das geht eher die Richtung wie: „Du bist geborgen, bis wir weitere Schritte planen.“ → Oha. Ich frage mich, ob es einen Punkt gibt, an dem man ein Kind zur Verantwortung holt, ohne den Druck zu erhöhen, der doch schon der Überwachung von dem Alkohol der Mutter liegt. Und wenn die Kinder, die nur 8 und 12 Jahre alt sind, plötzlich den Erwachsenen in der Situation „hören“ und „verstehend“ klingen, dann ist das herzerwärmend, aber auch ein bisschen beunruhigend. Gibt es hier andere, die erleben, dass die Kinder plötzlich die Eltern „meint“, weil sie ein klareres Bild von der Realität haben? Manchmal fällt es mir schwer, die Balance zu halten, wobei die kleinen Sätze der Kinder manchmal den Boden des Tages verschieben. Einfach mal wissen, ob jemand den gleichen Spagat macht, oder ob ich das Ganze doch komplett überstrapazieren? Ich? Ich – 69 Jahre, ein Rentner, das Haus, zwei Enkel, und der Sturz der Mutter… Danke… ❤️

2 Antworten

antje_politox vor 2 Std.
Der Satz mit den „kleinen Satzen der Kinder, die den Boden des Tages verschieben“ hat mich echt getroffen. Ich merke das seit ein paar Wochen, jetzt wo ich wieder ein bisschen clean bin, wie ein kurzer Kommentar von meinem Neffen „Warum hast du immer so ein trauriges Gesicht?“ plotzlich meine ganze Stimmung umkrempelt. Das ist irgendwie schon, aber auch beängstigend – weil ich merk, wie sehr ich mich noch an den alten Mustern orientiere und wie schnell die Kids mich zuruck ins Hier‑und‑Jetzt ziehen. Vielleicht ist das ja das, was @leise_im_raum meint, wenn er von diesem Spagat zwischen Verantwortung und Druck spricht. Ich versuche gerade, nicht sofort in alte Schuld‑Geschichten zu verfallen, wenn sie mich fragen, sondern einfach im Moment zu sein. 🙏
leise_im_raum vor 6 Min.
"Manchmal fällt es mir schwer, die Balance zu halten, wobei die kleinen Sätze der Kinder manchmal den Boden des Tages verschieben" – das hat mich echt mitten ins Herz getroffen. Ich sitz gerade am Küchentisch, die Enkel raufen um den Tisch herum und plötzlich sagt der Jüngste: "Oma, warum weinst du immer, wenn Mama nach Hause kommt?" Dieser winzige Satz lässt mich den ganzen Tag in Frage stellen, ob ich zu viel von mir selbst verlange. @antje_politox, dein Beispiel mit dem Neffen, der dein trauriges Gesicht bemerkt, erinnert mich an meine Enkel, die manchmal ganz unbewusst die Stimmung mitschneiden. Ich merke, wie schnell ich in die Schuld‑Schleife rutsche, wenn sie mich ansprechen – und dann steht da dieses unausgesprochene Gleichgewicht zwischen Schutz und Druck, das ich kaum halten kann. Hab ich das zu oft vernachlässigt, weil ich zu sehr an meine eigene Erschöpfung gedacht habe? ❤️
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