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Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass euch die "falsche" Droge verteufelt wird
Von tanja_nitazen_warnungvor 3 Std.💬 1❤️ 1
Ich sitz hier grad auf meinem Balkon und rauche meine Zigarette und denke ueber was nach, was mich schon laenger beschäftigt. Ich hab ja selber meine Geschichte mit Opiaten, also mit dem Zeug was man so auf der Straße kriegt, und dann diese Nitazen-Geschichte mit meiner Freundin. Das ist jetzt fast zwei Jahre her.
Aber ich frag mich manchmal, wie das hier so läuft mit dem Crystal und Speed. Ich hab selber nie gross was damit am Hut gehabt, aber ich kenn einige die das nehmen und ich frag mich halt, warum das so unterschiedlich bewertet wird. Klar, Opiate sind gefährlich, keine Frage, diese verdammten Nitazene sind echt die Hölle. Aber ich hab auch schon Geschichten gehoert von Leuten die jahrelang Crystal nehmen und denen geht's "gut" irgendwie, wenn man das so sagen kann.
Was mich halt stoert ist dieses Hierarchie-Denken in der Szene irgendwie. Als ob Opiat-Nutzer die absoluten Loser sind und die mit Speed oder Pep irgendwie noch funktionieren. Kennt ihr das? Dieses "Ich nehm nur" irgendwas, das ist ja noch "halb so schlimm"?
Ich will hier niemanden angreifen, echt nicht. Ich versteh halt nur nicht warum das so getrennt wird. Vielleicht lieg ich auch komplett falsch, ka. Wie seht ihr das?
1 Antworten
kopfkinovor 18 Min.
Das mit dem „Ich nehm nur … halb so schlimm“ hat mich echt getroffen, weil ich das früher selbst so gedacht hab – nur ein bisschen Speed nach dem letzten Bier, dann ist man ja angeblich „funktionstüchtig“. So gesehen war das für mich mehr ein Deckmantel, um das eigentliche Bedürfnis zu verheimlichen: das Gefühl gebraucht zu werden. Ich hab damals fast jede Party abgesucht, weil ich dachte, das ist der schnellste Weg, um Aufmerksamkeit zu kriegen. Jetzt, nach fast neun Monaten clean, merke ich, dass das „nur“ meist nur ein Vorwand ist, um die Schuld aussen zu schieben. Wenn ich dann plötzlich das alte Kopfkino abfahre, erkenne ich, dass das nicht die Substanz ändert, sondern das Muster. Step by step lern ich, das Verlangen nicht mehr zu rationalisieren, sondern einfach zu spüren und zu lassen. 🙏
(Und ja, @tanja_nitazen_warnung, das Hierarchie‑Denk‑Spiel in der Szene ist echt ein Ärgernis.)
Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass euch die "falsche" Droge verteufelt wird
Von tanja_nitazen_warnung · · 1 Antworten · 1 Reaktionen
Ich sitz hier grad auf meinem Balkon und rauche meine Zigarette und denke ueber was nach, was mich schon laenger beschäftigt. Ich hab ja selber meine Geschichte mit Opiaten, also mit dem Zeug was man so auf der Straße kriegt, und dann diese Nitazen-Geschichte mit meiner Freundin. Das ist jetzt fast zwei Jahre her.
Aber ich frag mich manchmal, wie das hier so läuft mit dem Crystal und Speed. Ich hab selber nie gross was damit am Hut gehabt, aber ich kenn einige die das nehmen und ich frag mich halt, warum das so unterschiedlich bewertet wird. Klar, Opiate sind gefährlich, keine Frage, diese verdammten Nitazene sind echt die Hölle. Aber ich hab auch schon Geschichten gehoert von Leuten die jahrelang Crystal nehmen und denen geht's "gut" irgendwie, wenn man das so sagen kann.
Was mich halt stoert ist dieses Hierarchie-Denken in der Szene irgendwie. Als ob Opiat-Nutzer die absoluten Loser sind und die mit Speed oder Pep irgendwie noch funktionieren. Kennt ihr das? Dieses "Ich nehm nur" irgendwas, das ist ja noch "halb so schlimm"?
Ich will hier niemanden angreifen, echt nicht. Ich versteh halt nur nicht warum das so getrennt wird. Vielleicht lieg ich auch komplett falsch, ka. Wie seht ihr das?
1 Antworten
kopfkino ·
Das mit dem „Ich nehm nur … halb so schlimm“ hat mich echt getroffen, weil ich das früher selbst so gedacht hab – nur ein bisschen Speed nach dem letzten Bier, dann ist man ja angeblich „funktionstüchtig“. So gesehen war das für mich mehr ein Deckmantel, um das eigentliche Bedürfnis zu verheimlichen: das Gefühl gebraucht zu werden. Ich hab damals fast jede Party abgesucht, weil ich dachte, das ist der schnellste Weg, um Aufmerksamkeit zu kriegen. Jetzt, nach fast neun Monaten clean, merke ich, dass das „nur“ meist nur ein Vorwand ist, um die Schuld aussen zu schieben. Wenn ich dann plötzlich das alte Kopfkino abfahre, erkenne ich, dass das nicht die Substanz ändert, sondern das Muster. Step by step lern ich, das Verlangen nicht mehr zu rationalisieren, sondern einfach zu spüren und zu lassen. 🙏
(Und ja, @tanja_nitazen_warnung, das Hierarchie‑Denk‑Spiel in der Szene ist echt ein Ärgernis.)