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Mein Freund trinkt viel: Ein Guide für das Chaos zwischen Liebe, Sorge und Wut

Mein Freund trinkt viel: Ein Guide für das Chaos zwischen Liebe, Sorge und Wut. Podcast und Artikel Titelbild


Hey Du,

es ist ein schmaler Grat. Das gemütliche Bier nach der Arbeit, das Glas Wein am Abend. Doch irgendwann schleicht sich ein ungutes Gefühl ein. Du fragst dich: Trinkt mein Freund zu viel?

Du fühlst dich hilflos, wütend, enttäuscht und machst dir Sorgen. Du bist mit diesem Gefühlschaos nicht allein. Dieser Guide soll dir helfen, die Situation besser einzuordnen und dir konkrete Schritte zeigen, wie du helfen kannst, ohne dich selbst zu verlieren.

Ab wann wird Trinken zum Problem? Die harten Fakten 📊

Die Grenze zwischen Genuss und Gefahr ist fließend. Offizielle Stellen wie die DHS geben Richtwerte für risikoarmen Konsum bei gesunden Erwachsenen:

  • Frauen: Nicht mehr als 12g reiner Alkohol pro Tag (ca. 0,3l Bier oder 0,125l Wein).
  • Männer: Nicht mehr als 24g reiner Alkohol pro Tag (ca. 0,6l Bier oder 0,25l Wein).
  • Wichtig: An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte komplett auf Alkohol verzichtet werden.

Alles, was regelmäßig darüber liegt, gilt bereits als riskanter Konsum.


Eine Grafik, die eine Waage zeigt. Auf der einen Seite liegen ein paar Gläser Alkohol. Auf der anderen, viel schwereren Seite liegen Symbole für Gesundheit, Familie und Geld, die nach unten gezogen werden. Symbolisiert das Ungleichgewicht und die negativen Folgen. "Folgen von Alkoholkonsum", "Wann ist Alkohol ein Problem", "Risiken von Alkohol"

Alpha, Gamma, Delta: Welcher Trinkertyp ist dein Freund? 🎭

Nicht jeder, der zu viel trinkt, ist gleich. Das Erkennen des Musters kann helfen. Welcher Typ trifft am ehesten zu?

  • Alpha-Typ (Konflikttrinker): Trinkt, um Stress, Ärger oder unangenehme Gefühle zu bewältigen.
  • Beta-Typ (Gelegenheitstrinker): Trinkt in Gesellschaft, auf Partys. Noch nicht abhängig, aber oft schon mit gesundheitlichen Folgen.
  • Gamma-Typ (Rauschtrinker): Kann wochenlang nichts trinken, verliert dann aber bei einer Gelegenheit komplett die Kontrolle (Binge Drinking).
  • Delta-Typ (Spiegeltrinker): Trinkt täglich über den Tag verteilt, um einen konstanten Pegel zu halten. Wirkt oft nicht „betrunken“, ist aber körperlich schwer abhängig.

Die Risiken: Was Alkohol wirklich mit seinem Körper macht 💔

Alkohol ist ein Zellgift, das den ganzen Körper schädigt. Die wichtigsten Folgen sind:

  • Leber: Fettleber, Leberentzündung bis hin zur tödlichen Leberzirrhose.
  • Gehirn: Schrumpfung des Hirngewebes, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme.
  • Herz-Kreislauf: Bluthochdruck, Herzschwäche, Schlaganfallrisiko.
  • Krebs: Erhöhtes Risiko für Krebs in Mund, Rachen, Speiseröhre und Leber.
  • Psyche: Depressionen, Angststörungen, Psychosen.
  • Potenz: Impotenz und verminderte sexuelle Erlebnisfähigkeit.

Anzeichen einer Sucht: Der ehrliche Check für dich 📋

Wenn mindestens drei der folgenden Punkte zutreffen, ist eine Abhängigkeit wahrscheinlich:

  • Starkes Verlangen: Er denkt ständig an Alkohol.
  • Kontrollverlust: Er trinkt mehr oder länger als geplant.
  • Entzugserscheinungen: Zittern, Schwitzen, Unruhe, wenn er nicht trinkt.
  • Toleranzentwicklung: Er „verträgt“ immer mehr.
  • Vernachlässigung: Alkohol wird wichtiger als Hobbys, Freunde, Job.
  • Weitermachen trotz Folgen: Er trinkt weiter, obwohl es schon zu Problemen führt.


Was du tun kannst: Dein Guide für den richtigen Umgang 💪

Du kannst ihn nicht retten, aber du kannst aufhören, die Sucht zu unterstützen.

  • Rede im nüchternen Zustand: Nutze Ich-Botschaften: „Ich habe Angst, wenn du so viel trinkst.“ statt „Du trinkst zu viel!“.
  • Setze klare Grenzen: „Ich fahre nicht mit dir im Auto, wenn du getrunken hast.“ oder „Ich werde nicht für dich bei deinem Chef anrufen und dich krankmelden.“ Und halte diese Grenzen ein!
  • Hör auf zu kontrollieren: Alkohol wegschütten oder Verstecke suchen ist ein zermürbender Kampf, den du nicht gewinnen kannst.
  • Übernimm keine Verantwortung: Lass ihn die Konsequenzen seines Trinkens selbst spüren. Das ist hart, aber notwendig.

Zusatzinfo: Die 3 K’s der Co-Abhängigkeit

Merke dir diese wichtige Regel aus den Selbsthilfegruppen für Angehörige:

  1. Krankheit: Du hast die Alkoholsucht nicht verursacht.
  2. Kontrolle: Du kannst sie nicht kontrollieren.
  3. Kurieren: Du kannst sie nicht heilen.

Deine Aufgabe ist es, für dich zu sorgen.

Wo es Hilfe gibt – für ihn und vor allem für DICH! 🙏

  • Für deinen Freund (wenn er bereit ist): Hausarzt, Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker (AA).
  • Für DICH (der wichtigste Schritt!):
    • Angehörigenberatung: Fast jede Suchtberatungsstelle bietet das kostenlos und anonym an.
    • Selbsthilfegruppen für Angehörige:
      • Al-Anon Familiengruppen: Der Klassiker und eine riesige Stütze.
      • CoDA (Co-Dependents Anonymous): Wenn du merkst, dass du dich in Beziehungen oft selbst verlierst.
    • Telefonseelsorge: Rund um die Uhr für DICH da: 0800 / 111 0 111.

Fazit: Deine Kraft liegt im Loslassen der Kontrolle

Es ist zerreißend, jemanden zu lieben, der sich selbst zerstört. Aber du kannst ihn nicht zur Einsicht zwingen. Was du tun kannst, ist, ein klares Signal zu senden, dass du das kranke Verhalten nicht länger mitträgst. Konzentriere dich auf dein eigenes Wohlbefinden und deine Grenzen. Das ist nicht egoistisch, sondern der einzige Weg, wie du auf lange Sicht helfen kannst, ohne selbst kaputtzugehen.


Häufige Fragen (FAQ) für Angehörige von Alkoholikern


Er sagt, er hat alles unter Kontrolle und trinkt nur zum Entspannen. Stimmt das?

Das ist eine klassische Aussage von Menschen mit einem Alkoholproblem. Die „Kontrollillusion“ ist ein starkes Symptom der Sucht. Wenn er regelmäßig Alkohol braucht, um zu entspannen oder mit Stress umzugehen, hat er die Kontrolle bereits ein Stück weit an die Substanz abgegeben.

Soll ich seinen Alkohol wegschütten oder verstecken?

Das ist verständlich, aber meist kontraproduktiv. Es führt zu Streit, Lügen und Heimlichtuerei, und er wird immer Wege finden, an Alkohol zu kommen. Besser ist es, klare Grenzen für dein eigenes Verhalten zu setzen (z.B. „Ich nehme nicht an Abenden teil, an denen du dich betrinkst“), anstatt zu versuchen, seinen Konsum physisch zu kontrollieren.

Er ist ein „Spiegeltrinker“ und nie richtig betrunken. Ist das weniger schlimm?

Nein, es ist eine besonders tückische Form der Abhängigkeit. Der Körper ist so an einen konstanten Alkoholpegel gewöhnt, dass er ohne ihn nicht mehr „normal“ funktioniert. Die körperliche Abhängigkeit ist hier oft extrem ausgeprägt und die Organschäden schreiten unbemerkt voran, weil der offensichtliche Rausch fehlt. Der Entzug ist oft besonders gefährlich.


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